Das Ding mit dem Folgen – Twitter

Als ich auf Twitter neu anfing, hatte ich zunächst gar nicht vor, irgendjemandem zu folgen, geschweige denn, zu posten. Ich kam nur, weil eine Website Ihren Status hier postete, falls es Probleme gab. Dann folgte ich doch, wo ich dann schon mal da war, ein paar News-Accounts.

Und – ich weiß nicht mal mehr wieso – irgendwann folgte ich auch dem einen oder anderen “normalen” Account und fing selbst an zu posten. Und dann ging es mir, wie wohl den meisten hier: Twitter hatte mich.

Zunächst folgte ich, wie wohl auch die meisten von uns, einfach zurück, wenn mir jemand folgte, schlicht dankbar, dass man mich überhaupt wahrnahm. Einiges ging gar nicht, aber im Großen und Ganzen blieb ich den gefolgten Accounts treu, und ich fing an, mich auf Twitter recht wohl zu fühlen.

Irgendwann fing ich dann gewaltig an zu wachsen, was ich hauptsächlich meinem RT-Verhalten zuschreibe, denn – seien wir mal ehrlich – zu den ganz großartigen Postern gehöre ich eher weniger. Es wurde scheinbar interessanter, mir zu folgen, und am Anfang folgte ich auch noch viel zurück, aber irgendwann gefiel mir meine TL so nicht mehr. Viel wiederholte sich.

Und dann fing ich an, mir mein Twitter so zu machen, wie ich es wollte. Ich folgte zum Großteil ausschließlich Informationsaccounts unterschiedlicher Couleur, Nachrichten, einigen ausgesuchten RT-ern in verschiedenen Sprachen, und kaum noch “normalen Accounts”. Einfach, weil ich zu dieser Zeit meine “Knuddelsprotten” schon beisammen hatte. Accounts, die ich aus unterschiedlichen Gründen schon gefühlt ewig in der TL hatte. Man kennt sich, man kann sich einschätzen, das ist mein familiärer Teil Twitters.

Und dabei blieb es im Prinzip bis heute. Ab und an kommt mal jemand dazu, weil er mir schon ewig folgt und man ewig interagiert, aber meist kommt nur noch wer dazu, der ein anderes Gebiet abdeckt. Schlicht, weil ich meine TL schon jetzt nicht mehr lesen kann, unübersichtlicher muss sie wirklich nicht mehr werden.

Das heißt auch, dass ich vielen Menschen nicht mehr folgen kann, obwohl ich ihre Tweets großartig finde. Man kann nicht allen folgen und noch irgendetwas mitbekommen. Schon jetzt vernachlässige ich viele, die ich sehr schätze.

So wie mir wird es in vielen Dingen wohl den meisten gehen, die hier so rumgewachsen sind. Ja, die meisten machen schon viel früher “dicht” und folgen nur einer überschaubaren kleinen Menge. Da kann man dann drüber rumlästern, Tatsache ist, mehr bekommt man eh nicht mit. Es ist keine Arroganz, sondern einfach nur TL-Management.

Was ich damit sagen möchte, ist: Schauen Sie nicht bei den “zahlenmäßig Großen” nach Followern. Die haben ihren Kreis längst zusammen. Es sind die, die noch nicht so viele haben, die Sie noch wirklich lesen können. Seien Sie nicht enttäuscht, wenn “zahlenmäßig Große” Sie kaum wahrnehmen. Es  hat oft schlicht etwas mit der Masse zu tun. Desto mehr Ihnen folgen, desto massiger werden auch die Interaktionen. Da geht so viel verloren und für vieles ist einfach auch nicht die Zeit da. Twitter soll ja Spaß machen und keine Pflichtveranstaltung werden. Auch dann nicht, wenn man ein paar Tausend Follower hat.

Ich folge nur noch selten Nicht-Info-Accounts. Ich rt-e lieber und überfalle Accounts, um meinen Followern möglichst viele zu zeigen. Und großartig daran ist, dass diese sich dann untereinander folgen. Und rt-en. Davon haben die einzelnen Accounts mehr, als wären sie einer der viel zu vielen, denen ich bereits folge.

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